Unsere Gedanken sind beim Berliner CSD
Wir sind tief erschüttert über den grausamen Anschlag beim gestrigen Christopher Street Day in Berlin. Dass eine Veranstaltung, die für Liebe, Vielfalt und Menschenrechte steht, Ziel von Gewalt und Hass wird, macht uns fassungslos.
Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der getöteten Frau sowie allen Verletzten und Betroffenen.
Wenn das Fest der Freiheit erschüttert wird
Der Christopher Street Day steht für Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und das friedliche Zusammenleben aller Menschen – unabhängig von Identität und Lebensentwurf. Die Ereignisse des gestrigen Samstagabends beim Berliner CSD haben diese Werte auf tragischste Weise erschüttert.
Bei einem gezielten Anschlag am Rande der Veranstaltung im Großen Tiergarten verlor eine Frau ihr Leben, zahlreiche weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Während die Sicherheitsbehörden mit Nachdruck ermitteln und nach dem mutmaßlichen Täter fahnden, hinterlässt die Tat Entsetzen, Trauer und tief sitzende Bestürzung.
Ein solcher Angriff trifft nicht nur die Menschen vor Ort, sondern zielte direkt auf ein Symbol des freien und angstfreien Lebens. Die psychologische Last, die durch solche Gewalttaten in einer offenen Gesellschaft entsteht, ist enorm – sie weckt Ängste, wo Vertrauen und Unbeschwertheit sein sollten.
In diesen schweren Stunden gelten unsere Gedanken den Hinterbliebenen des Todesopfers, den Verletzten und ihren Angehörigen sowie allen, die das Geschehen hautnah miterleben mussten. Es gilt nun, als Gesellschaft zusammenzustehen, sich der Trauer Raum zu geben und gleichzeitig unmissverständlich klarzamachen: Gewalt darf niemals das letzte Wort haben. Die Räume der Freiheit, der Vielfalt und des Respekts dürfen und werden wir uns nicht nehmen lassen.
Wir bleiben sichtbar.
Ein Blick über die Grenzen: Grenzenlose Solidarität aus Luxemburg
Der Anschlag in Berlin zeigt schmerzhaft, dass die Bedrohung von Freiräumen keine lokalen Grenzen kennt. Auch aus Luxemburg schauen wir mit tiefer Betroffenheit auf die Ereignisse. In einer eng vernetzten Großregion und einem Europa, das sich der Unantastbarkeit der Menschenwürde verschrieben hat, trifft ein solcher Angriff uns alle.
Die Errungenschaften der Akzeptanz und des rechtlichen Schutzes, die wir in Luxemburg und Europa schätzen, dürfen niemals als selbstverständlich angesehen werden. Sie erfordern unsere tägliche Wachsamkeit und eine grenzüberschreitende Solidarität: Hass macht an Staatsgrenzen nicht halt – unsere Entschlossenheit für Vielfalt und Schutz dagegen erst recht nicht.
