Gute Nachrichten erreichen uns aus Südamerika (Peru’s Supreme Court Ruled That Pathologizing Trans Identities Is Unconstitutional — and Invoked Happiness to Explain Why, 2026, Alberto de Belaunde, Outright): Der Oberste Gerichtshof in Peru hat kürzlich ein historisches Urteil gefällt. Das Gericht erklärte die Einstufung von trans Identitäten als psychische Erkrankung für verfassungswidrig. Damit stellt sich die Justiz entschieden gegen eine medizinische Praxis, die trans Personen über Jahrzehnte hinweg stigmatisiert und entmündigt hat.
Das Urteil unterstreicht, dass die Identität eines Menschen kein medizinisches Defizit ist, sondern ein Teil der menschlichen Vielfalt, der rechtlichen Schutz und Respekt verdient. Es ist ein bedeutender Sieg für die Menschenrechte und ein Vorbild für viele andere Länder, in denen der Weg zur vollständigen Depathologisierung noch bevorsteht.
Warum Depathologisierung auch bei uns in Luxemburg ein Thema ist
Auch wenn internationale Klassifikationssysteme wie die ICD-11 der Weltgesundheitsorganisation den Wandel bereits vollzogen haben, bleibt die Umsetzung in der täglichen medizinischen und therapeutischen Praxis eine Herausforderung, wie die durch die Prozeduren der CNS deutlich wird. Doch wie sieht eine Gesundheitsversorgung aus, die auf Selbstbestimmung statt auf Diagnosezwang setzt? Wie können Ärzt_innen und Therapeut_innen trans Personen unterstützen, ohne veraltete, pathologisierende Muster zu reproduzieren?
Einladung zu unseren Veranstaltungen am 6. Mai 2026
Passend zu diesen aktuellen Entwicklungen laden wir im Rahmen der trans whatever 2026 herzlich zu zwei Veranstaltungen in Luxemburg ein. Gemeinsam mit Fachleuten aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg wollen wir Wege zu einer respektvollen und modernen Versorgung aufzeigen.
Wann: Mittwoch, 06.05.2026
Wo: Familljen-Center, 4, Rue George C. Marshall, 2181 Luxemburg
- Seminar für Ärzt_innen (17:00 – 19:00 Uhr) „Anders behandeln – jenseits von Pathologisierung und Zwang“
Dieses Seminar richtet sich gezielt an Mediziner_innen und beleuchtet Ansätze, die Autonomie und Wohlbefinden der Patient_innen in den Mittelpunkt stellen.
(Mit Simultanübersetzung DE/FR) - Abendkonferenz (19:30 – 21:30 Uhr) „Pathologisierungsfreie Versorgungsansätze für trans Personen – Perspektiven aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg“
Vorträge und Diskussionsrunde über grenzübergreifende Best-Practice-Beispiele und die Zukunft einer diskriminierungsfreien Gesundheitsversorgung.
(Mit Simultanübersetzung DE/FR)
Anmeldung: Vorherige Anmeldung per E-Mail aufgrund begrenzter Platzzahl erforderlich: itgl.contact@gmail.com
Wir freuen uns darauf, diese wichtigen Debatten gemeinsam mit allen Teilenehmenden zu führen und Impulse für eine Zukunft ohne Stigmatisierung zu setzen.
